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Wie Supremo den Ursprung in die Tasse bringt

  • 25. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Guter Kaffee fängt nicht in der Tasse an. Er beginnt am Ursprung. Supremo Coffee in Unterhaching macht das seit zwanzig Jahren, und genau deshalb steht diese Rösterei hier.


Image credit: supremo.coffee
Image credit: supremo.coffee

Was Supremo am Ursprung tut


Der Beweis beginnt beim Preis. Supremo reist zu den Kaffeefarmen, wählt Lots persönlich aus und zahlt mindestens das Zwei- bis Fünffache der üblichen Rohstoffpreise. Für Cup of Excellence-Lots erhalten Anbauer das Fünf- bis Zehnfache. Diese Einkommensdifferenz, konsequent auf alle Einkaufsentscheidungen angewendet, ist struktureller Wandel am Ursprung.


Das Engagement reicht über den Einkauf hinaus. Supremo sitzt im Vorstand des Cup of Excellence und der Alliance for Coffee Excellence, die Anbauer direkt schult. Das ist Kompetenzaufbau vor Ort. Anbau-Communities erhalten das Wissen und die Mittel, um besseren Kaffee zu produzieren, bessere Bedingungen auszuhandeln und diese Arbeit über Generationen weiterzutragen. Das Direkthandelsnetzwerk umfasst:


  • Kolumbien: namentlich bekannte Mikrolot-Farmen

  • Honduras: Cup of Excellence-Beziehungen

  • Brasilien und Indien: zertifiziert biologischer Direkthandel

  • Thailand: Doi Tung Development Project, gegründet 1988, um Opiumanbau durch Specialty Coffee zu ersetzen

  • Costa Rica: eigene Farm


Was in der Tasse landet, hat in Nordthailand reale Lebensgrundlagen geschaffen. So sieht Wirkung am Ursprung aus.


Die Farm, die alles greifbar macht


Finca Doña Elsa zeigt, was passiert, wenn eine Rösterei am Ursprung selbst Verantwortung übernimmt. Im Tarrazú-Hochland Costa Ricas, auf 1.950 Metern, fand Supremo einen verlassenen Hang. Mit Nachbarn gerodet, von Hand bepflanzt, drei Jahre gewartet. Erste Ernte: vierzig Kilogramm.


Heute wachsen dort seltene Sorten wie Geisha, ET47 und SL28, genau die Sorte, die MUC/28 seinen Namen gibt. Ein experimenteller Sortengarten testet über zehn weitere Kultivare unter identischen Bedingungen. Vollständige Kontrolle über Arbeitsbedingungen und Umweltstandards, Begleitpflanzen für Artenvielfalt zwischen den Kaffeebäumen. Forschung mit langem Atem statt schnellem Return. Mehr unter supremo.coffee.


Was die Tasse bestätigt


Die Arbeit am Ursprung landet sichtbar in Münchens Tassen. Das Langsamrösten in gusseisernen Trommeln mit Luftkühlung statt Wasserabkühlung bewahrt die Komplexität, die Anbau und Aufbereitung in die Bohne gebracht haben. Der Röstraum in Unterhaching ist durch eine Glaswand sichtbar, und an Wochentagen, wenn die Trommeln laufen, ist das Aroma bereits an der Tür wahrnehmbar.



Beim letzten Besuch: V60 mit dem gewaschenen SL28 von Finca Doña Elsa, kristallklar, fruchtig-süß, langer Abgang. Ein Kaffee, der genau das schmeckt, was hinter ihm steckt. Röster des Jahres 2008 und nochmal 2020, vergeben vom Crema Magazin. Zwölf Jahre dazwischen sprechen für eine Beständigkeit, die nur durch substanzielle Arbeit entsteht.


Guter Kaffee fängt nicht in der Tasse an, sondern am Ursprung. Bei Supremo sind faire Preise, geduldiger Anbau und eine starke Tasse kein paralleles Projekt, sondern dasselbe. Genau diese Verbindung von Tiefe statt Bequemlichkeit, Haltung statt Masse, sucht MUC/28, in München und am Ursprung.


Wurzeln, die tief reichen. Partnerschaften, die halten. Eine Tasse, in der beides zu schmecken ist.


Kapellenstraße 9, Unterhaching. S-Bahn S3 ab Marienplatz, fünfzehn Minuten. Der Weg ist es wert.

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