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Tarrazú trifft München: Eine Partnerschaft, die seit 2008 hält

  • 26. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Costa Rica liefert außergewöhnliche Bohnen. München liefert faire Preise und langfristige Abnahme. Was 2008 mit einem einzigen Auktionslot begann, ist heute eine Partnerschaft von fast zwanzig Jahren zwischen der Familie Monge in Tarrazú und der Münchner Familienrösterei Supremo. Beide Communities wachsen daran, und genau das ist der Punkt.


Image credits: cafetaf.gr
Image credits: cafetaf.gr

Tarrazú, 2007: Der Mut, eigene Wege zu gehen


Luis Alberto und Oscar Monge bewirtschaften Kaffee in einer der renommiertesten Anbauregionen Costa Ricas. Wie die meisten Kleinanbauern ihrer Region sind sie abhängig von industriellen Aufbereitungsanlagen, die die Verarbeitung kontrollieren und die Preise diktieren. Die Brüder fassen einen Entschluss und nehmen einen Kredit auf und gründen ihre eigene Micromill. Sie nennen sie nach ihrer Mutter, La Lia.


Es ist eine Investition in Unabhängigkeit. Und ein Risiko, das jeder versteht, der jemals etwas Eigenes aufgebaut hat.


München, 2008: Drei Lots gehen nach Unterhaching


Im selben Jahr richtet Costa Rica zum ersten Mal den internationalen Cup of Excellence aus. Bernd Braune und Bianca Kulik der Münchner Familienrösterei Supremo sitzen in der Jury. Als die Sieger feststehen, bietet Supremo mit. Drei der ersten costa-ricanischen Cup-of-Excellence-Lots, die je nach Deutschland importiert werden, gehen in den Münchner Süden. Einer davon stammt von den Monge-Brüdern.


Der Auktionspreis liegt weit über dem Marktdurchschnitt. Das Geld geht direkt an die Produzenten. Für Familie Monge bedeutet dies den Kredit für La Lia zurückzahlen, die Micromill stabilisieren, die eigene Vision tragfähig machen.


Tarrazú, Jahre später: Ein gerahmter Sack als Symbol


Als Raphael Braune, Sohn von Bernd und heute Mitinhaber, nach Costa Rica zurückkehrt, empfängt Luis Monge ihn mit einem gerahmten Kaffeesack aus dem Lot von 2008. Cup-of-Excellence-Logo, Name Supremo. Luis Monge sagt zu Raphael:

"Meine Familie war 2008 so erleichtert, endlich die Rechnungen bezahlen zu können. Dank euch hatten wir einen großartigen Start." (Quelle: supremo.coffee)

Raphaels Antwort fasst zusammen, was Direct Trade in der Praxis bedeutet:

"Eine Bestätigung, dass all die Mühe, die wir investieren — das Mikrolot-Programm, die Reisen, Direct Trade als Ganzes — wirklich einen nachhaltigen Einfluss hat, wo es darauf ankommt." (Quelle: supremo.coffee).

Was diese Geschichte über München erzählt


Die Geschichte funktioniert, weil sie in beide Richtungen zählt.


In Tarrazú sind die Monge-Brüder heute unabhängig. La Lia floriert. Sie entscheiden selbst, wie ihr Kaffee aufbereitet wird, an wen sie verkaufen, zu welchen Konditionen. Das war 2008 nicht selbstverständlich. Es ist es heute, und es bleibt es nur, weil die Partnerschaft hält.


In München kommen Kaffees an, die ohne diese Partnerschaft nicht existieren würden. Die Linie Don Luis, benannt nach Luis Alberto Monge, Spezialitäten wie Monster Typica oder Mikrolots aus einer Micromill, die nach einer Mutter benannt ist. Die Tasse in Unterhaching gibt es, weil die Mühle in Tarrazú stabil läuft.


Drei Prinzipien, die diese Geschichte trägt und die MUC/28 sucht:


  • Beziehungen, die bleiben. Fast zwanzig Jahre Zusammenarbeit mit Familie Monge. Persönliche Besuche bei über 80 Prozent der Lieferanten (Quelle: roastmarket.de).

  • Preise, die fair sind. Auktionspreise weit über der Marktnorm (Quelle: crema magazin), im Direkthandel mindestens das Zwei- bis Fünffache der Rohstoffpreise.

  • Tiefe statt Bequemlichkeit. Schon 2005 hat Supremo den Schritt gemacht, den damals in Deutschland kaum jemand gegangen ist: bio, fair, direkt zum Ursprung. Ein Selbstverständnis, das heute den Münchner Anspruch an Qualität und Verantwortung gut beschreibt (Quelle: thewaytocoffee.com).


Costa Rica liefert außergewöhnliche Bohnen. München liefert faire Preise und langfristige Abnahme. Was daraus entsteht, ist mehr als ein Geschäft: zwei Communities, die voneinander leben, ohne dass die eine der anderen einen Gefallen tut. Wurzeln, die tief reichen. Partnerschaften, die halten. Eine Tasse, in der beides zu schmecken ist.


Genau das sucht MUC/28.

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